Nun stecken wir wieder mittendrin in den Monaten, in denen das Wetter macht, was es will. Während es Ende März bereits angenehme 20 Grad waren und wir schon mit kurzer Hose Radfahren konnten, waren die Straßen Anfang April schon wieder mit Schnee bedeckt. So kam es von heute auf morgen zu Temperaturunterschieden von mehr als 15 Grad. Wenn es dir dann so geht, dass du vor deinem Kleiderschrank stehst und einfach nicht weißt, welche Radbekleidung du bei diesem Wetter anziehen sollst, bist du hier genau richtig. Inzwischen fahre ich seit mehr als zehn Jahren Rad und mit der Zeit lernt man einfach, auf welche Kleidungsstücke es wirklich ankommt.

Egal bei welchem Wetter: Funktionsunterwäsche

Dieses Thema habe ich hier auch schon oft in anderen Beiträgen angesprochen. Eine gute Funktionsunterwäsche ist für mich das A und O. Egal ob im Winter oder Sommer, ohne ein sogenanntes Baselayer gehe ich nicht aus dem Haus. Wichtig ist, dass die Funktionsunterwäsche eng auf der Haut aufliegt und so ein optimaler Schweißtransport gewährleistet ist. Die Marken X-Bionic und UYN kann ich euch hier ans Herz legen. Sowohl deren Sport BHs als auch Unterhemden sind wirklich top. Ihr habt damit nicht das Gefühl übermäßig verschwitzt zu sein, das Material trocknet schnell und riecht nie unangenehm nach Schweiß.

Funktionsunterwäsche von UYNJ

Must-haves für die Übergangszeit

Aktuell haben wir häufig ein typisches Übergangswetter. Oft ist es warm. Sobald die Sonne verschwindet, wird es aber auch schnell wieder sehr frisch. Zwischendurch kann es auch mal stürmen oder regnen, deshalb sollte ihr unterwegs, insbesondere auf längeren Touren, für alles gewappnet sein. Bei diesen Wetterbedingungen fahre ich am liebsten mit einer kurzen Hose und einem sehr dünnen Langarmtrikot oder wie man auch in Radfahrer-Kreisen sagen würde, „kurz-lang„. Was dabei nie in der Trikottasche fehlen darf, ist eine Windweste oder eine leichte Regenjacke. Die Windweste ist für mich inzwischen zum wichtigsten Kleidungsstück geworden, denn sie ist leicht, lässt sich klein zusammenfalten und in der Rückentasche verstauen und hält den Oberkörper warm. Besonders praktisch sind auch Windwesten mit einem 2-Wege-Reißverschluss. Wenn es während der Fahrt dann doch zu warm werden sollte, kann man die Weste einfach von oben und unten ein Stück öffnen. Wenn ihr unterwegs mal eine längere Pause einplant, empfehle ich sogar eine Windjacke statt einer Windweste, um nicht komplett auszukühlen. Die ist übrigens auch unverzichtbar, wenn ihr nach einem langen Anstieg nass geschwitzt in eine längere Abfahrt startet.

Was außerdem in eurer Radsport Garderobe nicht fehlen darf: Arm- und Beinlinge. Mit diesen lässt sich das Outfit schnell auf unterschiedlichste Wetterbedingungen anpassen.

Armlinge von GripGrab
Radbekleidung Beinlinge von GripGrab

Es wird Sommer: Ab wann geht kurz-kurz?

Die Frage der Fragen. Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht, denn das ist sehr typabhängig. Ich habe für mich herausgefunden, dass ich ab 16-17 Grad „kurz-kurz“ fahren kann. Mein Tipp: Nicht nur die Temperatur ist ausschlaggebend, sondern auch wie viel Wind weht. Fahrt bevor ihr losfahrt noch vor eurer Haustür ein paar Meter und prüft, ob ihr das Richtige angezogen habt. Oft merkt man erst mit dem Fahrtwind, dass es gefühlt doch etwas kälter ist als das Thermometer anzeigt.

Radfahren in kurzer Radbekleidung

Regen – nicht jedermanns Sache

Ich gebe zu, ich zähle zu den Schönwetterfahrern. Wenn es regnet, bekommt man mich nicht so schnell aufs Rad. Dennoch gehört zur Grundausstattung eines Radfahrers auch eine gute Regenjacke, eine Regenhose und Regenüberschuhe. Besonders für diejenigen, die auch mal in den Bergen unterwegs ist, denn dort kann das Wetter so schnell umschwenken. Wer dann für das nasse Wetter gewappnet ist, wird froh sein trocken zu bleiben.

Regenüberschuhe von GripGrab

Und wie sieht es im Winter aus?

Gehen die Temperaturen unter 10 Grad kommen eine lange Hose und ein dickeres Langarmtrikot zum Einsatz. Im Winter frieren oft auch die Füße. Statt Überschuhen können jetzt auch Winterschuhe zum Einsatz kommen. So bleiben die Füße trocken und warm. Ein weiteres Must-have im Winter ist eine Thermojacke. Diese ist innen gefüttert und außen windabweisend. Einen ausführlichen Beitrag zum Thema Radfahren im Winter findet ihr hier.

Wer im Winter auch an dunklen Tagen fährt, dem kann ich empfehlen beim Kauf der Radbekleidung auch gleich auf möglichst helle Farben zu achten. Somit werdet ihr besonders im Straßenverkehr besser gesehen.

Neonfarbene vs. schwarze Radbekleidung

Jetzt bin ich aber auch sehr gespannt auf euer Feedback. Was ist euer unverzichtbarstes Kleidungsstück bei wechselhaftem Wetter?