Ich glaube, jeder von uns hat es schon einmal erlebt: das Motivationsloch im Winter. Zu kalt, zu nass, zu windig, zu dunkel … Auch ich falle grundsätzlich jeden Winter erst mal in ein solches Loch. Sich abends nach der Arbeit noch mal aufzurappeln um 1-2 h auf den Rollentrainer zu steigen, ist nicht gerade einfach. „Wie machen das bloß die anderen?“, dachte ich mir so oft. Während sich die einen mit Alternativsportarten im Winter fit halten, sind andere stundenlang auf Zwift unterwegs. Ob ich damit wohl auch motivierter wäre? Ich war neugierig und wollte es ausprobieren, doch was mir dazu noch fehlte, war ein moderner Smart Trainer.

Bereits auf der diesjährigen Eurobike schaute ich, was der Markt so zu bieten hat. Der Wahoo KICKR CORE blieb mir lange im Kopf und ist auch der Trainer, der bei Tests in Magazinen immer gut abgeschnitten hat. Seit vier Wochen trainiere ich nun auf dem Wahoo KICKR CORE und da so viele danach gefragt haben, möchte ich euch heute berichten, ob ich zufrieden mit meiner Wahl bin.

Der KICKR CORE muss nach Anlieferung mit wenigen Handgriffen zusammengebaut werden: Beine festschrauben, Kassette installieren (diese ist nicht im Lieferumfang enthalten), Fahrrad befestigen, Trainer an den Strom anschließen und dann kann’s schon fast losgehen. Fast, denn vorher sollte man noch mit der Wahoo App einen Spindown durchführen. Dadurch wird der KICKR CORE kalibriert, um maximale Genauigkeit und angemessenen Widerstand zu gewährleisten.

Die Wahoo Fitness App

Wie das heutzutage oft so ist, benötigt ihr um den Rollentrainer überhaupt nutzen zu können, die zugehörige Wahoo Fitness App. Darüber könnt ihr euren Trainer updaten, eure Leistung steuern und natürlich auch die Trainingseinheiten aufzeichnen.

ANT+ und Bluetooth

Der Trainer verfügt über Bluetooth und ANT+. Somit kann ich auch meinen Polar Brustgurt beim Training verwenden. Ein separater Brustgurt von Wahoo ist also nicht unbedingt notwendig. Über die LED Anzeigeleuchte sieht man, ob eine Verbindung besteht.

Technische Details

  • max. Ausgangsleistung: 1800 Watt
  • max. Steigungs-/Gefälle-Simulation: 16 %
  • Genauigkeit: + / – 2 %
  • Gewicht des Schwungrades: ca. 5,4 kg
  • Gewicht: ca. 18,4 kg

Der erste Eindruck

Der erste Eindruck war durchweg positiv. Ich bin superhappy nun endlich einen leisen Rollentrainer zu haben, denn die letzten acht Jahre hatte ich einen ganz einfachen Tacx Rollentrainer, bei dem das Hinterrad nicht ausgebaut wird. Der Geräuschpegel ist im Vergleich zum KICKR CORE enorm. Die KICKR Bodenmatte sorgt zusätzlich für Schalldämmung und der KICKR läuft noch minimal leiser. Damit ihr einen Eindruck von der Lautstärke bekommt, habe ich heute noch ein kurzes Video aufgenommen.

30 Tage Zwift testen

Registriert man den KICKR CORE in der Wahoo Fitness-App, erhält man viele Angebote von Wahoo Partnern. So hatte ich die Möglichkeit Zwift 30 Tage lang kostenlos zu testen. Jetzt kann ich verstehen, warum alle so verrückt danach sind 🙂 Ich bin inzwischen großer Fan von Zwift Workouts, aber dazu mache ich euch bald gerne noch mal einen gesonderten Beitrag.

Wahoo KICKR CORE – eine Empfehlung wert?

Mit 799 € ist der Wahoo KICKR CORE definitiv kein Schnäppchen, dennoch muss man sagen, dass er momentan zu den günstigsten Trainern mit Direktantrieb gehört. Ich kann durchaus verstehen, wenn man lange überlegt, ob man sich einen solchen Trainer anschafft. Was ich euch aber sagen kann, ist, dass ihr ganz bestimmt nicht enttäuscht sein werdet. Vor allem in Verbindung mit Zwift macht das Indoor Training nun deutlich mehr Spaß und ist sehr kurzweilig.