Ein Wochenende in Albstadt ist einfach immer eine Reise wert! Es ist bereits das fünfte Mal, dass ich den UCI Mountainbike Worldcup nicht vor dem Fernseher, sondern live vor Ort mitverfolge. Ob es nicht irgendwann langweilig wird? Ganz bestimmt nicht! Und jedes Mal, wenn ich mich wieder auf den Heimweg mache, rechne ich im Kopf schon aus, wie oft ich noch schlafen muss bis es wieder zurück nach Albstadt geht.

Seit letztem Jahr fahre ich nicht nur für einen Tag nach Albstadt, sondern gleich für drei! So kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn samstags finden immer mehrere Jedermannrennen statt. Wie auch schon 2017 nahm ich mir gemeinsam mit meinem Papa das Generation Race vor. Bei diesem Rennen muss das Team aus zwei Personen bestehen zwischen denen mindestens 20 Jahre Altersunterschied liegen.

Einige von euch wissen es sicher schon: Ich bin eine Schönwetterfahrerin 🙂 Aus diesem Grund wartete ich mit meiner Anmeldung zum Rennen bis die Wettervorhersage relativ sicher war. Noch 3 Tage vorher zeigte meine App Sonnenschein und 20 °C. Meine absoluten Lieblingsbedingungen um Rennen zu fahren. Schwuppdiwupp war ich auch schon angemeldet. Tja, aber dass man sich doch nicht immer 100 % auf die Wettervorhersage verlassen kann, wusste ich spätestens am Samstag zum U23 Rennen. Es regnete, überall am Himmel waren dunkle Gewitterwolken zu sehen und die Sonne war ganz, ganz weit weg. Es dauerte also auch nicht lange bis die Strecke matschig war. Glücklicherweise hörte es pünktlich zum Start auf zu regnen, sodass ich wenigstens nicht mehr von oben, sondern nur noch von unten nass wurde 😉 Das Rennen in Albstadt ist eigentlich eine reine Autobahnfahrt, es gibt lediglich einen ganz kleinen Trail, nicht der Rede wert. Ich mag die Strecke aber dennoch sehr gerne. Sie ist landschaftlich wirklich schön und am Streckenrand stehen einige Zuschauer, was man von anderen Rennen einfach gar nicht kennt.  Trotz Schlammschlacht hatte ich riesigen Spaß und ich glaube, das ist die Hauptsache. Früher habe ich immer total viel Wert auf meine Platzierungen gelegt, aber inzwischen bin ich da total entspannt geworden. Klar möchte man schon immer Jahr für Jahr etwas schneller werden, aber im Endeffekt ist es total egal, denn dabei sein ist alles. Ich fahre Rennen um mit einem Lächeln an diese Momente zurückzudenken. Übrigens war das Rennen auch gleichzeitig eine Premiere für mich, denn es war das erste Rennen, bei dem ich mit meinem Cannondale Scalpel Si an den Start ging. Was soll ich sagen? Ich bin sooo glücklich und verliebt. Ich habe mich noch nie auf einem Rad so wohl gefühlt, ich könnte den ganzen Tag damit durch die Gegend fahren. Und auch von der SRAM Eagle bin ich total begeistert. Anfangs war ich ja noch etwas skeptisch, ob diese Schaltgruppe das Richtige für mich ist. Jetzt bin ich mir sicher: JA! Also am Rad hängt es nun definitiv nicht mehr, jetzt muss nur noch meine Form in Schwung kommen.

Sonntags habe ich mir dann die Weltcup Rennen angeschaut. Leider habe ich nicht sooo viele Fotos gemacht, weil ich den Tag einfach mal genießen wollte, aber den ein oder anderen Schnappschuss will ich euch natürlich nicht vorenthalten 😉
Das Wochenende ging wirklich viiiel zu schnell vorbei. Die Stimmung war mal wieder fantastisch. Um die Wartezeit auf den nächsten Weltcup zu verkürzen, geht mir momentan etwas durch den Kopf… Wie wär’s mit einer Reise zum Weltcup nach La Bresse 😉 ?