Manche Orte ziehen einen einfach zurück. So ging es mir in diesem Jahr mit Leogang. Nachdem ich bereits letztes Jahr im September ein paar richtig schöne Tage dort verbracht hatte, stand für mich schnell fest: Hier möchte ich wieder hin. Also ging es diesen Sommer wieder zurück ins Salzburger Land. Denn irgendwie hat Leogang für mich genau die richtige Mischung: abwechslungsreiche Mountainbike-Touren, eine wunderschöne Bergkulisse, gemütliche Almen und mit dem Hotel Salzburger Hof eine Unterkunft, in der man nach einem langen Tag auf dem Rad einfach abschalten kann. Auch dieses Mal konnte ich wieder ein paar schöne Touren fahren, neue Almen entdecken und mich natürlich auch durch den ein oder anderen Kaiserschmarrn probieren. Wobei ausgerechnet der dieses Mal ziemlich gute Konkurrenz bekommen hat.
Ein besonderer Start in den Urlaub
Bevor es mit dem Mountainbike-Urlaub so richtig losging, gab es am ersten Abend noch ein ganz besonderes Erlebnis. Am 20. Juni fanden in Leogang die traditionellen Sonnwendfeuer statt und auf dem Asitz wurde in diesem Rahmen ein Fest veranstaltet.
Mit der Asitzbahn ging es am Abend hinauf auf den Berg. Beim Aussteigen aus der Gondel bekam jeder eine Fackel, die später bei Dunkelheit angezündet werden konnte. Schon der Sonnenuntergang war wunderschön, aber als es langsam dunkel wurde und gegen 22 Uhr die Bergfeuer entzündet wurden, war die Stimmung wirklich besonders. Nach und nach leuchteten entlang der Bergkette überall die Feuer. Für mich war es das erste Sonnwendfeuer und definitiv ein Erlebnis, das mir in Erinnerung bleiben wird.



Am nächsten Morgen wartete nicht nur Kaiserwetter auf uns, sondern auch das beste Frühstück, das ich bisher in einem Hotel hatte. Schon bei meinem ersten Aufenthalt im Hotel Salzburger Hof hatte ich mich jeden Morgen darauf gefreut und daran hat sich auch dieses Mal nichts geändert. Die Auswahl ist riesig: von süß bis herzhaft, über frisch zubereitete Eierspeisen bis hin zu meinem persönlichen Highlight, dem frisch gepressten Orangensaft. Frühstück ist sowieso meine Lieblingsmahlzeit und hier könnte ich jeden Morgen länger sitzen bleiben als geplant. Die perfekte Stärkung also, bevor es endlich zur ersten Tour aufs Mountainbike ging.


Zur Wastlalm für meinen ersten Bauernkrapfen
Ihr wisst, normalerweise bin ich immer auf der Suche nach dem besten Kaiserschmarrn. Als ich vor dem Urlaub nach neuen Touren und schönen Almen recherchiert habe, bin ich allerdings auf etwas anderes gestoßen: die Wastlalm und ihren hausgemachten Bauernkrapfen. So etwas hatte ich noch nie gegessen und damit war eigentlich sofort klar, dass die Alm auf meine Liste musste.
Und so führte die erste Tour Richtung Maria Alm. Bei dem tollen Wetter hatten wir eine richtig gute Sicht auf die umliegenden Berge und in der Ferne war sogar der Großglockner zu sehen.
Die letzten sechs Kilometer zur Wastlalm ging es dann ordentlich bergauf. Anfangs ließ sich der Anstieg noch gut fahren, zum Ende hin wurde es allerdings so steil, dass ich für ein paar Meter schieben musste. Oben angekommen war das aber schnell vergessen. Allein für die Aussicht von der Alm hatte sich jeder Höhenmeter gelohnt.




Und natürlich war da noch der eigentliche Grund für meinen Besuch: mein erster Bauernkrapfen. Er kam frisch gebacken und noch warm auf den Tisch und bekommt von mir eine glatte 10/10. Außen schön knusprig, innen luftig weich und definitiv eine richtig leckere Abwechslung zum Kaiserschmarrn.

Auf dem Rückweg legten wir noch einen Abstecher zum Ritzensee in Saalfelden ein. Gerade an warmen Sommertagen ist der See ein schöner Platz für eine kleine Pause.

Ein Almwuzl auf der Lindlalm
Habt ihr schon mal was vom Almwuzl gehört? Ich bis vor Kurzem jedenfalls nicht. So wird auf der Lindlalm liebevoll der Kaiserschmarrn genannt. Allein das machte mich natürlich neugierig.
Die Lindlalm erreicht man unter anderem über die Mountainbike-Tour LE03. Wer sich ein paar Höhenmeter sparen möchte, kann mit der Asitzbahn bis zur Mittelstation fahren und die Tour von dort starten. Genau das haben wir gemacht. Unterwegs hatten wir immer wieder richtig schöne Ausblicke auf die Leoganger Steinberge. Ein Großteil der Strecke verläuft angenehm schattig und ein paar kurze, knackige Anstiege sorgten zwischendurch dafür, dass die Tour nicht zu entspannt wurde.



Auf der Lindlalm angekommen, habe ich natürlich das Almwuzl bestellt. Optisch unterscheidet es sich schon etwas vom klassischen Kaiserschmarrn: Statt in kleine Stücke gezupft, kommt das Almwuzl am Stück und leicht eingerollt auf den Teller. Geschmacklich ist es etwas weniger süß, aber trotzdem sehr lecker und vor allem mit Liebe gemacht.
Anschließend ging es durch das Schwarzleotal und entlang des Schwarzleobachs wieder zurück ins Tal. Auch hier führt die Strecke größtenteils durch den Wald. Gerade an einem warmen Sommertag eine Tour, die ich definitiv empfehlen kann.


Natürlich durfte während des Urlaubs auch eine Runde auf der Steinberg Line nicht fehlen. Wenn die Asitzbahn direkt gegenüber vom Hotel liegt, ist die Versuchung schließlich groß, auch am Nachmittag noch einmal aufs Mountainbike zu steigen. Der rund zehn Kilometer lange Flowtrail gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsstrecken in Leogang. Ich beschreibe ihn gerne als eine Art Murmelbahn fürs Mountainbike: schön flowig und auch mit wenig Bikepark Erfahrung gut fahrbar.

Über die Jufenalm zum Prinzensee
Während meines Aufenthaltes hörte ich immer wieder von der Jufenalm. „Da müsst ihr unbedingt hin“, hieß es gleich mehrfach. Ehrlich gesagt konnte ich die Begeisterung zunächst nicht so ganz nachvollziehen. Schließlich ist die Jufenalm ein Hotel und rund um Leogang und Maria Alm gibt es nun wirklich genug schöne Hütten und Almen.
Nachdem sie mir aber zum x-ten Mal empfohlen wurde, war meine Neugier dann doch geweckt. Ich wollte endlich wissen, warum alle so davon schwärmten.
Also ging es wieder über den wunderschönen Radweg nach Maria Alm, den ich allein wegen des tollen Bergpanoramas wahrscheinlich jeden Tag fahren könnte. Vor dem Ort Krallerwinkl führte die Tour schließlich bergauf zur Jufenalm.


Oben auf 1.150 m angekommen, verstand ich ziemlich schnell, warum mir die Jufenalm so oft empfohlen wurde. Allein die ruhige Lage und der Blick auf das Steinerne Meer machen diesen Ort besonders. Dazu kommt die Jufenalm selbst, die mit unglaublich viel Liebe zum Detail gestaltet ist. Egal wo man hinschaut, überall gibt es kleine Details zu entdecken und irgendwie passt hier einfach alles zusammen.


Und natürlich durfte auch hier ein Kaiserschmarrn nicht fehlen. Mit 20 Euro war er zwar nicht gerade günstig, geschmacklich hat er mich aber auf jeden Fall überzeugt. Innen schön fluffig, außen knusprig und süß. Genau so mag ich ihn am liebsten.
Von der Jufenalm ist es außerdem nicht weit bis zum Prinzensee. Den Speichersee kannte ich bereits aus meinem letzten Urlaub und wusste deshalb, dass sich der Abstecher lohnt. Für etwas Abwechslung sorgten auf dem Rückweg ein paar flowige Trails in Maria Alm. Mit den Trails in Leogang können sie für mich zwar nicht ganz mithalten, Spaß gemacht haben sie trotzdem, vor allem nach den vielen Kilometern auf Schotter und Asphalt.




Und wie lässt man so einen Tag am besten ausklingen? Für mich ganz klar im Panorama Spa des Hotel Salzburger Hofs. Nach der Tour noch ein bisschen im Pool entspannen und dabei auf die Berge schauen, besser hätte der Nachmittag eigentlich nicht enden können.

Leogang, bis zum nächsten Mal!
Was ich an Leogang so mag, ist diese Mischung: morgens aufs Mountainbike steigen, neue Wege und Almen entdecken, irgendwo mit Bergblick einkehren und den Tag anschließend entspannt ausklingen lassen. Viel mehr brauche ich für einen gelungenen Urlaub eigentlich nicht. Mit dem Hotel Salzburger Hof habe ich dafür mittlerweile auch die für mich perfekte Unterkunft gefunden. Die Lage direkt an der Asitzbahn, das gute Essen, der Wellnessbereich und vor allem die herzlichen Mitarbeiter sorgen dafür, dass ich mich hier einfach wohlfühle. Und obwohl es bereits mein zweiter Aufenthalt in Leogang war, hatte ich am Ende wieder das Gefühl, längst noch nicht alles gesehen zu haben.
Auf meiner Liste stehen jedenfalls noch einige Touren und Almen. Und vermutlich wartet irgendwo auch noch ein Kaiserschmarrn darauf, getestet zu werden. Genug Gründe also, bald wiederzukommen.
Ihr wollt noch mehr von Leogang entdecken?
Auch bei meinem letzten Aufenthalt war ich mit dem Mountainbike unterwegs und habe einige schöne Touren und Almen kennengelernt. Meine Erlebnisse und weitere Tourentipps findet ihr in diesem Beitrag.
