Gravel Bikes sind der neueste Trend im Radsport. Egal wo man hinschaut, es werden immer mehr und mehr. Auch an mir ist dieser Hype nicht vorbeigegangen und ich wollte unbedingt mal ausprobieren, wie es so ist, auf einem Gravel Bike unterwegs zu sein. Seit mehr als drei Monaten fahre ich nun das Cannondale Topstone Carbon. Heute ist es an der Zeit mal ein erstes Fazit zu ziehen. Für wen lohnt sich ein Gravel Bike und wie komme ich mit dem Topstone zurecht?

Gravel Bikes

Warum ein Gravel Bike?

Für mich persönlich ist das Gravel Bike inzwischen eine sehr gute Alternative zum Rennrad geworden. Mein Rennrad habe ich hauptsächlich am Wochenende für lange Grundlagenausdauereinheiten genutzt, doch immer auf die Straße angewiesen zu sein hat mich gestört. Mit einem Gravel Bike bin ich deutlich flexibler, kann auf unterschiedlichsten Untergründen fahren und bin daher nicht mehr an den Asphalt gebunden.

Cycling Sunday Gravel Bikes

Komfort ist mir besonders wichtig.

Wer sonst wie ich den Fahrkomfort eines vollgefederten Mountainbikes genießt, hat auch einen gewissen Anspruch an den Komfort eines Gravel Bikes. Schaut man bei dem Cannondale Topstone etwas genauer hin, sieht man, die so genannte KingPin Federung. Ein einziger Drehpunkt im Sitzrohr ermöglicht es dem gesamten Hinterbau – Kettenstreben, Sitzstreben, Sitzrohr und sogar dem hinteren Teil des Oberrohrs – kontrolliert zu flexen. 30 mm Federweg sorgen für ordentlichen Komfort, egal ob im Gelände oder auf der Straße.

Cannondale KingPin
KingPin-Federung

Genügend Platz für Ausrüstung

Mit dem Trend des Gravel Bikes steigt auch der Trend zum Bike Packing. Am Cannondale Topstone findet man genügend Möglichkeiten, um die dafür notwendige Ausrüstung anzubringen. Es gibt sogar Befestigungspunkte an der Gabel.

Cannondale Laufradsensor

Über diesen bereits vormontierten Laufradsensor an der Vordernabe freue ich mich ganz besonders. Per Bluetooth kann der Sensor entweder mit dem Smartphone und der Cannondale App oder via ANT+ mit den meisten modernen Radcomputern gekoppelt werden. So hat man immer zuverlässige Daten, auch wenn das GPS-Signal des Radcomputers mal schwach ist.

Cannondale Laufradsensor

Und wie rollt’s?

Wahnsinnig gut! Ich habe eigentlich erwartet, dass ich mit dem Gravel Bike langsamer als mit dem Rennrad bin. Aber ein Unterschied ist kaum zu spüren. Während die einen sagen „Gravel Bike? Wer braucht das, dann kann ich auch mit dem Mountainbike fahren“, kann ich aus meinen Erfahrungen berichten, dass ich besonders bei langen Ausfahrten deutlich weniger Kraft aufwenden muss als mit dem Mountainbike. Das macht sich auch bei meinem Puls bemerkbar, der im Vergleich zum Mountainbike auf gleicher Strecke meist 20 Schläge niedriger ist.

Gravel

Für alle, die sich noch mehr Komfort wünschen

Vor vier Wochen hat Cannondale das neue Topstone Carbon Lefty präsentiert. Das Herzstück dieses Bikes: Eine speziell für Gravel Bikes entwickelte Lefty Federgabel, die Lefty Oliver. Das Rad ist ausgestattet mit breiten 650 B Reifen, durch die der Fahrer von noch mehr Komfort profitieren kann. Ob man’s braucht oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich greife, wenn das Gelände so schwierig wird, dass ich so breite Reifen benötige, dann doch lieber zum Mountainbike. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass gerade für eingefleischte Rennradfahrer, die auch mal etwas Spaß im Gelände haben wollen und einen Rennlenker gewohnt sind, sehr glücklich mit dem neuen Topstone Lefty sein werden.

Cannondale Topstone Carbon Lefty
Quelle: Cannondale

Und jetzt will ich mal eure Meinung hören!

Wie steht ihr dem Thema Gravel Bike gegenüber? Seid ihr selbst mit einem Gravel Bike unterwegs oder bleibt ihr doch lieber dem Mountainbike oder Rennrad treu? Ich bin gespannt auf eure Nachrichten und Kommentare 🙂