Biken mit App

Du möchtest abnehmen? Du brauchst ein paar Tipps zum Thema Workouts für zu Hause? Du möchtest daran erinnert werden ein Glas Wasser zu trinken? Heutzutage gibt es wirklich für alles die passende App. Natürlich kommen auch wir Radfahrer was das Angebot angeht nicht zu kurz. Ich teste ja wirklich gerne mal Apps, aber bisher konnte mich noch keine App so richtig überzeugen. Als ich vor Kurzem also mal wieder im App Store unterwegs war, stieß ich auf die App Bikemap. Bikemap ist weit mehr als nur eine App. Die von einem Wiener Start-up gegründete Community verzeichnet neun Monate nach dem Relaunch bereits 800.000 registrierte User.

Was erwartet mich in der Bikemap Community?
Als registrierter User habt ihr Zugriff auf über 3,2 Millionen Fahrradrouten in über 80 Ländern. Täglich kommen 2 000 neue Routen hinzu. Aufgezeichnet von Radfahrern für Radfahrer. Bei der Suche nach der passenden Route könnt ihr aus verschiedenen Suchkriterien wie Routenlänge, Aufstieg oder Radtyp (Rennrad, Mountainbike etc.) filtern. Die App dient außerdem auch als Fahrrad Navi und zeigt euch, wie ihr am schnellsten mit eurem Bike von A nach B kommt. Und natürlich könnt ihr eure eigenen Fortschritte aufzeichnen und mit anderen teilen.

Was kostet Bikemap?
Das Ganze ist kostenlos. Die Nutzung verbraucht aber auch viel Datenvolumen sobald ihr kein WLAN mehr in der Nähe habt. Mit einem Premium Account (monatlich 4,90 € / jährlich 29,99 €) habt ihr auch offline weltweiten Zugriff auf Services wie Kartenmaterial, Routenplanung und Navigation.

Top oder Flop?
Die Bikemap Community hat wirklich viel zu bieten. Was mir persönlich am besten gefällt ist, dass man die Routen auch als gpx abspeichern und somit auf das Garmin übertragen kann. Damit ist also die Nutzung der App gar nicht zwingend notwendig.
Der Routenplaner konnte mich nicht überzeugen, da die vorgeschlagenen Routen meistens über Hauptstraßen mit viel Verkehr führen, obwohl die Möglichkeit bestünde auch durch den Wald zu fahren. Hier sollte es eine Filterfunktion wie „Haupstraßen vermeiden“ geben.
Eine andere interessante Funktion der Community ist die „Sammlung der schönsten Routen“. Wenn ich bald am Gardasee bin, werde ich von dieser Sammlung bestimmt mal Gebrauch machen.

Weshalb ich nicht mit Apps bike
Radfahren ist für mich schon immer der ideale Sport um einfach mal abzuschalten und dem Alltag zu entfliehen. Ich habe schon oft mit diversen Apps rumgespielt, aber es versetzt mich fast schon in einen Stresszustand, wenn ich z. B. vor jeder Tour daran denken muss auf Start und danach Stopp zu drücken. Man denkt nur noch an das Smartphone statt einfach mal die Natur zu genießen. Als Bloggerin verbringe ich sowieso schon den ganzen Tag über so viel Zeit an meinem Smartphone, aber das Biken ist und bleibt meine smartphonefreie Zeit.
Wenn ich in einer Großstadt wohnen würde sind solche Apps klasse, vor allem zum Navigieren. Aber als Mountainbiker würde ich eigentlich nicht auf die Idee kommen mein teures Smartphone an den Lenker zu klemmen und mich navigieren zu lassen. Da vertraue ich weiterhin meinem Garmin.

Wie seht ihr das? Nutzt ihr irgendwelche Apps beim biken?

9 Gedanken zu “Biken mit App

  1. Imho liefert komoot die besseren Streckenvorschläge. Dort kann man auch mit verschiedenen Bike-Profilen spielen. Allerdings pack ich auch die gpx-Tracks auf den Garmin, das iPhone hält kaum eine Tour mit Tracking durch.
    Join.cc sieht ganz vielversprechend aus, hat hier aber recht wenig Nutzer 🙁
    Und dann ist da natürlich noch Strava.

  2. Ich bin seit ein paar Jahren begeisterter Nutzer von Strava. Ich liebe es zu sehen, was meine Freunde so treiben und welche Strecken diese nutzen. Was mir an Strava besonders gefällt ist die Möglichkeit mithilfe von Heatmaps Routen zu planen. Heatsmaps sind Karten, auf denen die meistegenutzten Wege der jeweiligen Sportart wärmer/kälter gezeigt werden. Aufzeichnen tue ich das ganze aber mit meiner ForeRunner – habe das Smartphone somit auch nicht dabei und kann die Ruhe in Wald (oder auf der Straße) genießen!

  3. Ich benutze ausschließlich die App Komoot (entweder gratis oder weltweites Kartenmaterial einmalig 20 EUR). Ich bin damit sehr zufrieden. Ich hatte mir mal einen Garmin bestellt. Fand die Bedienung aber sehr kompliziert und ich brauche ein installiertes Programm. Der Vorteil an der App ist, dass ich von jedem PC mit Internetzugang eine Tour planen kann.

  4. Kenne und nutze Bikemap schon lange, ich persönlich finde den Routenplaner wegen seiner Einfachheit sehr gelungen. Am meisten fasziniert mich aber die weltweite Abdeckung, ich hole mir für Reisen ins Ausland immer Inspiration, letztens erst auf meiner Reise nach Bolivien…

  5. Ich nutzte zur Navigation nur meine Erinnerung oder fahre mit meinem Trainer der das Siebengebirge aus dem Effeff kennt!

    Als App nutze ich allerdings Strava um mein Training zu „überwachen“! Finde es aber übertrieben, wenn man daraus dann ein „Leistungsmessen“ macht aber um zu sehen was die Freunde so machen und vielleicht die ein oder andere schöne Tour zu entdecken finde ich es sehr gut. Zudem ist die Aufzeichnung komfortabler und zuverlässiger als zB. mit Runtastic.

  6. Wieso eine App benutzen, die nur via Smartphone funktioniert? Wer ein Garmin Produkt besitzt, braucht keine zusätzliche App. Ich benutzte mein GPS am Lenker oder die Uhr am Handgelenk. Mit BaseCamp und GarminConnect ist man bestens bedient. Sogar Live Tracking oder eine Verbindung mit Strava ist möglich.
    Wer so unterwegs ist, kann sein Smartphone getrost schön geschützt im Rucksack lassen.

  7. Hallo zusammen! Ich bin viel in den Bergen unterwegs, vertriding und Bike&Hike sind meine lieblings Adveturausflüge Ich kann nur allen Komentaren vor mir zustimmen da die besten Aps schon erwähnt wurden….
    Zum planen finde ich Bascamp von Garmin und Komoot ganz fein und praktisch, allerdings wenn es alpiner wird ist die 3D Darstellung von Ape@map ganz praktisch …. Strava ist sowieso cool, schon alleine wegen der Segmente
    Ich verwende ebenfalls den Edge1000 für Touren und die Fenix3

    Happy Trail

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