Garmin vivoactive HR

Vor ein paar Wochen habe ich auf Facebook bereits angekündigt, dass ich für euch die Garmin vivoactive HR Smartwatch testen werde. Ich war vor allem gespannt, ob sich eine solche Uhr auch für uns Radfahrer lohnen würde, denn bisher war ich eigentlich immer der Meinung, dass solche Fitnesstracker eher für Läufer ein passender Begleiter sind. Nun habe ich die Uhr schon mehr als einen Monat lang ununterbrochen getragen und möchte euch mein Fazit natürlich nicht vorenthalten. img_9002
Der erste Eindruck
Das Schöne an der Uhr ist meiner Meinung nach, dass sie ein recht großes Display hat. Das macht sie aber im Gesamten auch etwas größer. Ich persönlich fand es nicht so schlimm, aber andere meinten, sie sei zu groß für meinen Arm. Man muss dazu sagen, dass ich ein recht schmales Handgelenk habe, bei einem Mann würde das schon wieder anders aussehen. Aber da sind die Geschmäcker bekanntlich auch verschieden: Die einen mögen es eher auffällig, die anderen eher unauffällig. Das Tragegefühl empfand ich als sehr angenehm, sie hat mich nicht gestört. Die Uhr ist sehr gut verarbeitet und lässt sich leicht reinigen. Das Display mit Farbtouchscreen ist in Ordnung, für meinen Geschmack könnte es aber noch heller beleuchtet sein. Bei Sonneneinstrahlung ist es besonders gut ablesbar. Die Uhr lässt sich mit kostenlosen Displaydesigns, Widgets und Apps aus dem ConnectIQ-Store individuell gestalten. img_9248img_9257
GPS & Herzfrequenzsensor
Die vivoactive HR hat einen integrierten GPS Sensor, dadurch ist die Messung der Schrittanzahl ziemlich genau. Ohne GPS Sensor kann es nämlich auch schon mal vorkommen, dass sich selbst beim Zähneputzen ein paar Schritten sammeln lassen 🙂
Außerdem hat die Uhr einen Sensor, der die Herzfrequenz am Handgelenk misst. Das Ganze funktioniert soweit ganz gut, außer wenn der Puls schnell nach oben/unten geht, braucht sie etwas länger um die Daten zu aktualisieren. Ich bin jedoch nach wie vor der Meinung, dass die Messung mit einem Brustgurt noch genauer ist. Wem das also lieber ist, der hat auch die Möglichkeit die Uhr mit einem Brustgurt zu koppeln.img_9251
Aktivitäten
Du übst mehr als nur eine Sportart aus? Dann ist die vivoactive HR vielleicht genau das Richtige für dich. Es gibt Sportsapps für GPS gestütztes Laufen, Radfahren, Schwimmen und mehr. Auch im Fitnessstudio kam ich mit der Uhr immer auf meine Kosten.

Tracken von Schlaf
Wer die Uhr auch nachts tragen möchte, kann damit den Schlaf tracken. Die Uhr unterscheidet dabei zwischen Tiefschlafphasen, leichtem Schlaf und erkennt auch wenn ihr wach seid. Es ist wirklich interessant das Schlafverhalten über mehrere Tage hinaus zu beobachten.img_9259
Immer auf dem Laufenden
Die Uhr überträgt übrigens auch Smart Notifications (kompatibel mit Android und iOS). Erhaltet ihr eine Benachrichtigung, vibriert sie. Die Vibration ist jedoch so stark, dass man es in einem ruhigen Raum gut hören kann, was auf der Arbeit schon mal unangenehm sein kann, wenn es öfters laut vibriert. Dennoch ist es wirklich praktisch, wenn man nicht immer das Handy aus der Tasche kramen muss, um Nachrichten zu lesen. Man gewöhnt sich da auch wirklich schnell dran und irgendwann fühlt man sich richtig leer ohne die Uhr 🙂 img_9266
Garmin Connect
All eure Daten könnt ihr natürlich übersichtlich im Garmin Connect auswerten. Das Synchronisieren erfolgt automatisch, man muss sie also nicht extra am Computer anschließen. Im Garmin Connect könnt ihr euch auch mit Freunden verknüpfen und jeden Tag auf’s neue gegeneinander antreten. Wer erreicht wohl mehr Schritte?

Akkulaufzeit
Besonders überrascht war ich von der Akku Laufzeit. Bei mir hielt der Akku durchschnittlich ca. 5 Tage. Das variiert natürlich je nachdem, wie oft ihr sie im Training verwendet. Garmin verspricht im GPS Modus eine  Akku Laufzeit von bis zu 13 Stunden. img_9268

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#BeatYesterday
Jeden Tag ein bisschen besser? Wer möchte das schon nicht. Genau deshalb passt die Garmin vivoactive HR die Tagesziele jeden Tag individuell an. Hast du gestern dein Schrittziel nicht erreicht, sind es heute ein paar Schritte weniger. Hast du es erreicht, sind es ein paar mehr. Das motivierte mich wirklich auch am späten Abend noch ein Spaziergang einzulegen nur um mein Schrittziel zu erreichen.
Unter dem Motto #BeatYesterday steht übrigens auch das neue Online Magazin von Garmin. Schaut auch dort unbedingt mal vorbei. Es warten viele spannende Themen auf euch.

Lohnt sich eine vivoactive HR zum Radfahren?
Die vivoactive HR ist ein perfekter Allrounder und eignet sich natürlich auch zum Radfahren. Sie misst die Zeit, Distanz, Geschwindigkeit, Herzfrequenz und den Kalorienverbrauch. Ich nutze ja schon seit Längerem beim Mountainbiken einen Garmin Edge Touring Plus. Mit dem bin ich auch sehr zufrieden. Beim Mountainbiken hatte ich anfangs sowohl meinen Edge als auch die vivoactive HR mit dabei. Ich merkte jedoch schnell, dass das Quatsch ist, denn die Aktivitäten sind hinterher in Garmin Connect doppelt vorhanden. Es wäre cool, wenn das System erkennen würde, dass die Aktivitäten übereinstimmen und nur einmal abgespeichert werden.Ich persönlich bleibe daher weiterhin meinem Edge Touring plus treu, denn das Gerät vor sich am Lenker zu haben ist deutlich angenehmer als ständig auf die Uhr am Handgelenk gucken zu müssen. Zudem bietet der Edge Touring plus natürlich auch mehr zusätzliche Funktionen, die ich mit der vivoactive HR nicht habe, wie z.B. das Nachfahren von Strecken.  img_9278

Vielen Dank an Garmin, die mir die vivoactive HR für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.
Wer jetzt noch Fragen hat, darf sie gerne in die Kommentare schreiben 🙂

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