Es geht wieder los, Absa Cape Epic

Heute geht es endlich wieder los: Die Absa Cape Epic, wohl eines der härtesten Mountainbike Etappenrennen überhaupt. Im Herzen Südafrikas. Sieben Etappen plus Prolog warten auf die 1.200 Starter. Insgesamt sind das 647 km und 15.000 Höhenmeter, davon 110 km Singletrail. Die enorme Hitze (ca. 40 °C), der rote Sand und der Staub machen das Rennen zum absoluten Härtetest. Und noch dazu kommen die härtesten Anstiege mit zu 2.500 Höhenmeter pro Tag. Das bedeutet, dass die Teilnehmer mindestens 5-6 h im Sattel verbringen.
Und für alle, die die Absa Cape Epic noch nicht so richtig kennen habe ich ein paar interessante Informationen!

Hier ist Teamgeist gefragt, denn das Rennen kann man nur in zweier Teams bestreiten. Warum?Grund dafür ist hauptsächlich, dass das Rennen des Öfteren durch sehr entlegene Gegenden führt. In einem Notfall sollte man also keinesfalls alleine unterwegs sein. Der Abstand von Partner zu Partner darf daher auch höchstens zwei Minuten betragen, ansonsten gibt es eine Zeitstrafe von einer Stunde.
Es gibt fünf Kategorien: Men, Ladies, Mixed, Masters (beide müssen bis zum Jahresende mindestens 40 Jahre alt sein) und Grand Masters (mindestens 50 Jahre). Natürlich gibt es in jeder Kategorie später einen Sieger und auch für jede Kategorie ein Führungstrikot.
Insgesamt werden in diesem Jahr 650 Teams an den Start gehen.
Darunter vom Team Bulls Karl Platt, der mit dem Schweizer Urs Huber antreten wird und Tim Böhme zusammen mit Simon Stiebjahn. Auch der deutsche Cross Country Fahrer Manuel Fumic wird mit seinem brasilianischen Cannondale Teamkollegen Henrique Avancini antreten. Natürlich sind auch Ladies mit dabei: Sabine Spitz und Adelheid Morath. Und unser Saarländer Sascha Weber bildet mit Martin Gluth ein Team.
An der Cape Epic dürfen übrigens auch Amateure teilnehmen. Die Startplätze sind jedoch heiß begehrt und werden daher ausgelost. Um teilzunehmen, müsst ihr am Ende des Jahres mindestens 19 Jahre jung sein und einen Gesundheitscheck von einem Arzt vorlegen können. Das Ganze kostet dann üppige 4.900€ Startgebühr pro Team.
Beim Cape Epic gibt es jedes Jahr eine neue Route. Die diesjährigen Etappen führen durch Orte wie Stellenbosch oder Wellington. Besonders beeindruckend ist natürlich die atemberaubend schöne Landschaft und die spektakulären Bergpässe des Westkaps.
Und wer nicht den Luxus eines großen Teams samt Mechaniker und Teambus hat, muss während der acht Tage im Zelt übernachten.
Die Absa Cape Epic ist wirklich eines der Rennen, das bei mir ganz oben auf der Bucketlist steht. Einmal im Leben nur dabei sein. Aber leider bin ich davon noch weit, weit, weit entfernt. Und ich glaube auch nicht, dass ich jemals die Möglichkeit haben werde, daran teilzunehmen, aber sag niemals nie 🙂
Lange Rede kurzer Sinn schaut euch mal den Trailer an und seht selbst, was bei diesem Event los ist.

Wusstet ihr schon, dass…?

  • Bulls Rider Stefan Sahm in diesem Jahr mit einem E-Bike an den Start geht? Wieso mit einem E-Bike? Nun ja, mit dabei hat er eine 360° Kamera und wird für euch das Rennen filmen, sodass ihr es auch wirklich aus allen Perspektiven sehen könnt. Eine ziemlich coole Sache, wie ich finde!
  • die Absa Cape Epic das meistgefilmte Mountainbike Rennen der Welt ist? Und natürlich ausgerechnet in Deutschland wird es nicht im Fernsehen übertragen. Kann das bitte mal jemand ändern? Wer sich trotzdem eine Zusammenfassung der einzelnen Etappen ansehen möchte, sollte auf hier auf Youtube vorbeischauen.
  • 20 % der Teilnehmer haben eine versenkbare Sattelstütze
  • 86 % bestreiten das Rennen auf einem Fully, 14 % auf einem Hardtail
  • satte 91% der Bikes sind 29er, 3% 27.5″ und 6% 26″
  • 99 % fahren schlauchlos
  • 91 % der Teilnehmer sind Männer und nur 9 % Frauen

Ich hoffe euch hat der Beitrag gefallen und es waren ein paar Dinge dabei, die ihr noch nicht wusstet 🙂 Ich bin gespannt wer die diesjährige Cape Epic gewinnen wird. Was meint ihr?

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